Geschmacksverstärker: Glutamat, Hefeextrakt und Co

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Geschmacksverstärker haben meist keinen ausgeprägten Eigengeschmack, verstärken bzw. verbessern aber den Geschmack von Speisen.

Viele Lebensmittel verlieren während der Verarbeitung oder bei längerer Lagerung an Geschmack – dieser Verlust wird mit Hilfe von Geschmacksverstärkern ausgeglichen. Des Weiteren werden Geschmacksverstärker oft als billige Alternative zu geschmacksgebenden Inhaltsstoffen eingesetzt.

In der EU zugelassene Geschmacksverstärkern sind z. B.: Adipinsäure (E 355), Aspartam (E 951), Neotam (E 961), Bernsteinsäure (E 363), Chloride, Glutaminsäure (E 620), Glycin (E 640), Guanylsäure (E 626), Inosinsäure (E 630), Kaliumadipat (E 357), Lactate, Maltol (E 636), Ethylmaltol (E 637), Ribonucleotide, Thaumatin (E 957).

Geschmacksverstärker meiden?

Manche Konsumenten reagieren empfindlich auf gewisse Geschmacksverstärker. Für diese und alle anderen, die sich entscheiden auf Geschmacksverstärker zu verzichten gibt es einen guten Tipp: selbst und frisch mit naturbelassenen Produkten kochen – nur so weiß man, was man isst!

Glutamat

Glutamat ist ein Sammelbegriff für die Salze der Glutaminsäure (E 620) Natriumglutamat (E 621), Kaliumglutamat (E 622), Calciumglutamat (E 623), Ammoniumglutamat (E 624), Magnesiumglutamat (E 625).

Glutamat ist natürlicher Bestandteil vieler Lebensmittel (z. B. reifer Tomaten, Käse und Sojasoße) und gilt als der wichtigste Zusatzstoff in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln wie z. B. Gewürzmischungen, Fertigsuppen und -soßen und anderen Fertiggerichten.
Verpackte glutamathaltige Lebensmittel müssen nach der Lebensmittel-Kennzeichnungs-Verordnung den Hinweis “Geschmacksverstärker” oder die entsprechende E-Nummer
(E 620 bis E 625) tragen.

Hefeextrakt

Achtung: Hefeextrakte enthält Glutamat (zu ca. 7%), gilt nach dem Gesetz nach aber nicht als Geschmacksverstärker. Daher dürfen Produkte, die Hefeextrakt enthalten – z. B. Instantbrühen oder Gewürzzubereitungen – die Kennzeichnung „frei von Geschmacksverstärkern“ tragen.

Einen kurzen, kritischen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.

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1 Kommentar

  1. Ich finde es echt UNMÖGLICH, dass Hefeextrakt nicht als Geschmacksverstätker gekenntzeichnet werden muss. Ich bin auf Geschmacksverstärker stark allergisch (was sich in Zitteranfällen, Übelkeit und Erbrechen äußert) und muss beim Einkaufen immer genau auf alle Inhaltsstoffe gucken. Und essen in einem Restaurant ist geradezu unmöglich, denn es müssen ja nur die E-Nummern angegeben werden.

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