Wie Zusatzstoffe in Lebensmitteln verschleiert werden

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Dem Trend der Konsumenten hin zu gesunden Produkten versucht die Lebensmittelindustrie mit allen Mittel aufzunehmen.

Außerdem versuchen Produzenten häufig teure Inhaltsstoffe durch billigere Füll- oder Ersatzstoffe und den Einsatz von Zusatzstoffen zu ersetzen bzw. dem Wunsch der Konsumenten nach gleichbleibendem Geschmack nachzukommen.

Seien Sie kritisch!

Werbeversprechen wie: „ohne Konservierungsstoffe“, „ohne Zusatz von Geschmacksverstärker“, „enthält keine künstlichen Farbstoffe“, „ohne Aromastoffe“ oder „Frei von …“ sollen Konsumenten oft den Eindruck einer höheren Produktqualität vermitteln. Als Konsument sollten Sie diese Versprechen kritisch hinterfragen und die Zutatenliste aufmerksam lesen!

Die Kennzeichnung “ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern” heißt beispielsweise nur, dass keine Geschmacksverstärker im rechtlichen Sinne eines Lebensmittelzusatzstoffes beigefügt wurden. Trotzdem sind oft Zutaten mit geschmacksverstärkender Wirkung enthalten.

Beispielsweise kann der Geschmacksverstärker Glutamat von der Zutatenliste verschwinden, wenn stattdessen Hefeextrakt dem Produkt zugefügt wird. Hefeextrakt enthält von Natur aus Glutaminsäure, deren Salze die Glutamate sind – fällt aber nicht unter die deklarationspflichtigen Zusatzstoffe, da das Extrakt natürlich in einigen Lebensmitteln vorkommt (z. B. reifen Tomaten, Käse und Sojasoße).

In Zukunft werden Produzenten verstärkt nach Möglichkeiten und Stoffen suchen, die eine vergleichbare Wirkung wie Zusatzstoffe haben, aber nicht als solche deklariert werden müssen.

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2 Kommentare

  1. Hallo Lioba,

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