Reisanbau, Reiskorn Aufbau, Reissorten

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Reisanbau

Reispflanzen werden auf natürlich oder künstlich überfluteten Böden, häufig in Terrassenform angelegt, angebaut. Ca. 20.000 Liter Wasser benötigt man um ein 1 kg Reis herzustellen. Die etwa 1 – 2 Meter hohen Grashalme werden nach der Ernte gebündelt. Durch dreschen wird das Reiskorn abgetrennt.

Wissenswert: auch in Österreich wird mittlerweile Reis angebaut. Allerdings im „Trockenanbau“ – die Reispflanzen stehen dabei nicht die ganze Zeit unter Wasser sondern werden nur bei Bedarf gewässert [Mehr Informationen dazu finden Sie auf: www.oesterreis.at].
 

Reiskorn Aufbau

Das Reiskorn besteht aus dem Keimling, dem stärkehaltigen Mehlkörper und dem eiweiß-, vitamin- und mineralstoffhaltigem Silberhäutchen. Umhüllt wird das Reiskorn von der Deckspelze, die nicht zum Verzehr geeignet ist.

Paddy Reis (Rohreis) ist ungespelzter Reis, der in diesem Zustand nicht für die menschliche Ernährung geeignet ist. Er kann allerdings mittels Parboiling genussfähig gemacht werden. Dabei werden die Reiskörner heißem Wasserdampf ausgesetzt. Dadurch gelangen die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe aus dem Silberhäutchen ins Innere des Reiskorns, was diesen Reis ernährungsphysiologisch wertvoll macht. Der Reis wird anschließend getrocknet, geschliffen und poliert.

Cargo Reis ist entspelzter Reis, der weiterverarbeitet wird zu:

  • Vollreis, Vollkornreis, Naturreis, Braunreis: enthält sowohl das Silberhäutchen, als auch den Keimling. Wichtige Nährstoffe sind somit noch im Reiskorn erhalten.
  • Weißreis: Silberhäutchen und Keimling werden durch schliefen und polieren entfernt. Das Reiskorn ist eiweiß- und ballaststoffarm.
  • Parboilded Reis: mit heißem Wasserdampf behandeltes Reiskorn. Durch die Hitzebehandlung wandern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe aus dem Silberhäutchen ins Innere des Reiskornes. Der Reis wird anschließend getrocknet, geschliffen und poliert. Parboilded Reis enthält dadurch mehr Nährstoffe als Weißreis.
  • Schnellkochender Reis: ist Weißreis der kurz vorgegart und dann getrocknet wird. Dadurch verkürzt sich die Zubereitungszeit.

 

Die wichtigsten Reissorten im Überblick:

  • Langkornreis: diese Reissorte hat wenig Klebergehalt und wird beim Kochen locker und körnig. Die länglichen, schmalen Reiskörner werden gerne als Beilage oder Hauptgericht mit Fleisch, Fisch oder Gemüse serviert. Zu den bekanntesten Vertretern zählen z.B. Basmati Reis, Jasmin Reis, Duftreis oder Patnareis.
  • Rundkornreis und Mittelkornreis: diese Reissorte hat einen hohen Klebergehalt. Dadurch bleibt der Reis beim Kochen weich, breiig und klebrig. Die runden Reiskörner werden beispielsweise für Risotto, Brei, Pudding oder einen Auflauf verwendet. Zu den bekanntesten Vertretern zählen z.B. Sushireis, Risottoreis, Klebereis oder Paellareis.

 
TIPP: sogenannter Wildreis stammt von dem Samen eines Wassergrases und zählt somit nicht zu den Getreidearten. Die braunschwarzen Körner enthalten viel Eiweiß, Kalium, Magnesium und Phosphor und haben einen nussigen Geschmack.
 

Buchtipp für alle Reisliebhaber:

Reis (Autoren: Frédéric Anton, Christelle Brua)
 

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