Darf man Spinat aufwärmen? – Nitrat im Spinat

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Spinat reichert überdurchschnittlich viele Nitrate aus dem Boden an. Nitrat kann bei mehrmaligem Aufwärmen oder bei langem Warmhalten, in das toxische Nitrit umgewandelt werden.

Folgende Punkte sollte man daher beim Spinat aufwärmen beachten:

  • Freilandware enthält weniger Nitrat, da dieses durch das Sonnenlicht zu pflanzeneigenem Eiweiß umgewandelt wird.
  • Dicke Stängel und große Blätter, enthalten größere Mengen an Nitrat und sollten daher entfernt werden. Junge Blätter können auch roh verzehrt werden.
  • Beim Spinat kochen wird der Nitratgehalt um 40 – 70% gesenkt. Das wasserlösliche Nitrat geht ins Kochwasser über – dieses sollte daher nicht mehr weiter verwenden werden.
  • Zubereitete Spinatreste sollten daher abgekühlt im Kühlschrank gelagert werden.
  • Wenn man Spinat aufwärmen will, sollte er nicht zu lange warmgehalten werden. Das enthaltene Nitrat kann langfristig zu Nitrit umgewandelt werden. Nitrit ist toxisch, es behindert den Sauerstofftransport im Blut. Außerdem kann Nitrit in Anwesenheit von Aminosäuren und unter Hitzeeinwirkung zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden.
  • Spinatreste sollten nicht zu oft nacheinander aufgewärmt werden.
  • Die zusätzliche Aufnahme von Vitamin C schützt vor der toxischen Wirkung des Nitrits und der Bildung von Nitrosaminen. Außerdem verbessert es die Eisenaufnahme. Tipp: trinke zum Essen ein Glas Orangensaft oder reiche eine Vitamin C-haltige Beilage, wie Paprika oder Kartoffeln, zum Spinat.
  • Greife ruhig auch einmal zu Tiefkühlkost. Tiefgekühlter Spinat ist schonend verarbeitet. Somit sind wichtige Inhaltsstoffe weitgehend erhalten.

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