Transfette in Lebensmitteln – was Sie beachten sollten

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Trans-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren. Sie entstehen in geringer Menge bei der bakteriellen Gärung im Pansen von Wiederkäuern (wie Rinder, Schafe, Ziegen oder Hirsche).

Außerdem sind sie ein Nebenprodukt der Fetthärtung. Fetthärtung ist ein Verfahren, bei dem fette Öle verfestigt werden. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit und das Produkt wird streichfähig (wie z. B. Margarine). Transfettsäuren können auch beim starken Erhitzen oder Braten in Öl entstehen.

Typische Lebensmittel, die gehärtete Fette und somit trans-Fettsäuren enthalten, sind Margarine, Frittier- und Backfette. Außerdem natürlich Produkte, die aus diesen Fetten hergestellt werden, wie z.B. Kartoffelchips, Suppenwürfeln, Backwaren (Blätterteig, Kekse, Krapfen, …) oder Fertig- und Fast-Food-gerichte.

Tipps:

  • Keine Transfettsäuren finden sich in ungehärteten Pflanzenölen und Produkten, die von nicht-wiederkauenden Tieren stammen.
  • In der Zutatenliste müssen gehärtete Fette und Öle vermerkt werden. Angaben wie „enthält gehärtete Fette“ oder „pflanzliches Fett, z. T. gehärtet“ geben Hinweise, dass das Produkte Trans-Fettsäuren enthalten kann.

Trans-Fettsäuren können laut wissenschaftlichen Erkenntnissen den Gehalt an „schlechtem“ LDL-Cholesterin erhöhen. Sie gelten somit als Mitverursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wichtig: Aus gesundheitlichen Gründen sollten trans-Fettsäuren
nur maximal 1 % der Tages-Energiezufuhr ausmachen.

In Österreich gibt es, in Bezug auf Transfette, eine gesetzliche Verordnung:

  • Lebensmittel, mit einem Gehalt von mehr als 2 % künstlichen trans-Fettsäuren im Gesamtfett dürfen nicht hergestellt werden.
  • Bei zusammengesetzten Lebensmitteln mit einem Fettgehalt von weniger als 20 % beträgt der Grenzwert 4 %.
  • Die Verordnung gilt nicht für Transfette, die aus Fetten tierischen Ursprungs stammen.

 

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