Kohlenhydrate machen dick

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Die Pauschalaussage „Kohlenhydrate machen dick“ stimmt so nicht. Es ist wichtig, zwischen den unterschiedlichen Arten von Kohlenhydraten zu unterscheiden:

  • Einfachzucker (Monosaccharide):
    Sind Traubenzucker und Fruchtzucker und kommen z. B. in Obst vor. Sie werden schnell ins Blut aufgenommen und führen zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels.
  • Zweifachzucker (Disaccharide):
    Sind z. B. Rüben- und Rohrzucker oder Milchzucker (Laktose). Sie müssen zuerst in Monosaccharide gespalten werden und gelangen dadurch langsamer ins Blut.
  • Vielfachzucker (komplexe Kohlenhydrate oder Polysaccharide):
    Werden in verwertbare und nicht verwertbare unterteilt. Verwertbare (verdauliche) Polysaccharide werden in mehreren Schritten zu Monosacchariden abgebaut. Sie gelangen dadurch langsam und kontinuierlich ins Blut. Blutzuckerschwankungen bleiben daher eher aus. Ein bekannter Vertreter ist die Stärke, die in Getreide oder Kartoffeln enthalten ist.

Vollkornprodukte (z. B. in Brot, Nudeln, Reis oder Getreideflocken) und Kartoffeln enthalten kaum Fett, aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und sind somit ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung!

Wichtig: Bei kohlenhydratarmen Diäten werden zu wenig Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und zu viel Fett und Eiweiß aufgenommen. Das kann zu Verdauungsproblemen und erhöhten Blutfettwerten führen.
 

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